Seo Watchblog - Suchmaschinenoptimierung einfach erklärt

Subjektiver Suchmaschinenvergleich – Zur aktuellen Lage in den Serps

Veröffentlicht am 29. November 2007 in Suchmaschineoptimierung

Sagt mal, irgendwie verstehe ich ja den Unmut über Google und vor allem Googles absolute Marktmacht in Deutschland. Nicht wegen der grötenteils selbst herbeigeführten Pagerankabstrafe, sondern wegen der generellen Besorgnis solcher Monopole gegenüber. Was ich aber nicht verstehe, wie jemand ernsthaft schreiben kann, dass es gute Alternativen gibt. Habe das selbst schon mal geschrieben und die letzte Woche mal den Versuch gemacht, Google nicht zu benutzen: ein Disaster.

Ich bin jeden Tag nach etlichen vergeblichen Versuchen doch wieder bei Google gelandet. Das mag nicht für alle Keywords gelten aber ich habe wirklich an den Serps von Microsoft Live, Ask, Metacrawler, Yahoo und Konsorten verzweifelt. Natürlich habe ich da auch mal was gefunden, oder auch mal bei Google nichts, aber insgesammt kann ich sagen, dass mein Suchen in der letzten Woche ungemein Zeitaufwändig war und wenig effektiv.

Das ist nicht gut, denn Monopole sind nie wirtschaftsfördernd. Es ist zwar richtig, dass es für SEOs im Prinzip einfacher ist sich auf eine Suchmaschine konzentrieren zu können und nicht auch noch für zig andere. Das ist aber doch wohl zu kurz gegriffen, da man sich dann wirlich auf diese eine Maschine festlegt. Linksammlern und reinen SEOs mag das reichen, aber jeder Internetschreiber, der über den Spaß am Schreiben zur Optimierung gekommen ist, dem werden seine Möglichkeiten verringert. Content is the king, lief als Leitidee lange durchs Netz und auf die lange Sicht wird das sicher auch zutreffen, aber Inhalt wird je unwichtiger, je mehr Leute die Suchmaschinen verstehen und somit jeden Mist in die Serps kicken können. Bei einer Suchmaschine ist es umso wahrscheinlicher, eine Vielzahl Verstehender zu haben, die die Funktionsweise einigermaßen verstanden haben und vor allem praktisch manipulieren können. Gibt es viele verschiedene gute Suchmaschinen, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen, dann gewinnt dadurch der Inhalt wieder an Bedeutung.

Ich schreibe lieber, als irgendwo in den weiten des netzes nach potentiellen potenten Links zu suchen. Ich schreibe und werde verlinkt. Natürlich. Dann schießt man ab und an noch ein paar Links nach, achtet auf einen vernünftigen Aufbau und Code der Seite und alles ist gut. Aber je bedeutender das Netz wird, umso mehr Leute entdecken auch SEO für sich. Nicht immer mit lauteren Mitteln unterwegs schwemmen sie die Serps mit Seiten, die einfach keinen Mehrwertbieten, außer dem Klick auf das populär eingebaute Adsense. Diese Entwicklung stört mich nicht als SEO, denn man ist entweder besser oder eben nicht, das ist Sport.

Mich stört aber doch der schleichende Niedergang des Inhalts und hege da nicht so unbedingt viel Hoffnun, dass Google das alleine in den Griff bekommt. Eine Pluralität der Suchmaschinen würde zwar das Grundproblem nicht wegnehmen, aber verbreitern, verkomplizieren. SEOs würden nicht arbeitslos, im Gegenteil, sie bekämen mehr Zulauf, da die ganzen Möchtegerns, wie ich mich auch sehe, entweder wieder Inhalte schaffen würden, oder eben nicht mehr das Netz zuspammen. Denn das Problem sind nicht die SEOs, die gute Seiten mit guten Links versorgen und deshalb bei Kreditkarten, Girokontos und ähnlichen Keys weit vorne stehen, denn wer schreibt darüber schon. Problematisch sind diejenigen, die schlechte Seiten mit vielen Links kurzfristig in die Serps bringen um kurzfristig Geld zu machen, um schon wieder hunderte von Müllseiten in die Serps zu kegeln.

Meiner Meinung nach hat SEO auch etwas mit Qualität zu tun, das wird oft vergessen.

Ein Kommentar
  • Oli (Webseite) am 2.12.2007 um 23:40 Uhr (#)

    Hallo,

    ein weiteres Problem sehe ich bei Adsense. Auch dazu gibt es keine vernünfige Alternative. Viele Webmaster experimentieren mit anderen Werbeformen und Anbietern, kehren dann aber doch wieder zu Adsense zurück, weil eben an die Einnahmen kein anderer rankommt.

    Ich sehe das Monopol, was google zweifelsohne innehat, auch nicht gern. Aber solange qualitativ keiner das Wasser reichen kann, haben sie es sich eigentlich verdient.

    Grüße
    Oli