Seo Watchblog - Suchmaschinenoptimierung einfach erklärt

htaccess-Editor

Veröffentlicht am 5. März 2009 in Interna

htaccessWeil ich gerade wenig Zeit habe, nur ein kurzer Hinweis auf einen wirklich hilfreichen htaccess-Editor, den ich vor einiger Zeit entdeckt habe. Egal ob Weiterleitungen mit 301 oder 302, Fehlerseiten oder Passwortgeschützte Verzeichnisse, der htaccess-Editor hilft jedem, der sich damit nicht auskennt und gibt den Code aus. Nur noch Einfügen und Ausprobieren. Das ist alles. Mittlerweile würde ich die meisten anfallenden htaccess-Arbeiten wohl selbst hinbekommen, aber man kann sich erstens nicht alles merken und zweitens möchte man ab und an nochmal sicher gehen, weshalb der Editor einen festen Platz in meinen Bookmarks gefunden hat.

Dass aus SEO-Sicht die htaccess eine der wichtigsten Dateien auf dem Server ist, muss ich wohl keinem mehr verraten. Egal ob sich die URL-Struktur ändert, oder man ganze Ordner an andere Stelle verschiebt. Immer kommt die htaccess ins Spiel, will man nicht alle bereits von außen gesetzten Links verlieren. Zudem zeigt man mit einem 301 redirect Google eben auch sofort an, was wohin verschoben wurde und alle Besucher werden auch gleich umgeleitet.

Zudem ist eine der ersten Aktionen, wenn ich eine Webseite einrichte, zu klären, ob ich die Seite mit oder ohne www verwende. Beides geht, die Akzeptanz ist denke ich auch in den letzten Jahren gestiegen, es ohne www probieren zu können, also ist es eher eine kosmetische Entscheidung. Wichtig aber ist es, auch diejenigen mitzunehmen, die sich entweder vertippen, oder die andere Variante wählen. Zudem setzten viele den “falschen” Link und man verliert Links und begibt sich in die Gefahr des doppelten Inhalts. Deswegen setze ich immer folgenden Code ein:

RewriteEngine on
RewriteCond %{HTTP_HOST} !^www.domaing.de$
RewriteRule ^(.*)$ http://www.domain.de/$1 [L,R=301]

Hier werden alle Anfragen, Links und Besucher von domain.de auf www.domain.de umgeleitet mit dem 301 redirect. Schaut mal nach, ob das bei euch auch so ist, ansonsten empfehle ich jedem, diesen Code auch in seine htaccess mit zu übernehmen. “domain” müsst ihr natürlich austauschen mit eurem Domainnamen und solltet ihr .com oder eine andere TLD benutzen, das auch ändern.

Ansonsten nutze als Standard noch folgenden Code:

DefaultLanguage de-DE

Ist sicher nicht ganz so wichtig und in 99% der Fälle wird Google die Sprache eh erkennen, aber ich will nicht der eine Prozent sein und nächtelang nach dem Fehler aufd er Siete suchen, nur umd ann festzustellen, dass ich da nicht dran gedacht habe und deshalb nur sporadischer Traffic von Google.com kommt.

Mehr über die htaccess findet ihr im wirklich guten Selfhtml. Und falls es Mal knifflig werden sollte, kann man in Jörg Kruses Forum anfragen, da wurde mir auch schon mehrfach geholfen. Wenn jemand noch andere gute htaccess-Editoren kennt, immer ein damit in die Kommentare.

11 Kommentare
  • Tears (Webseite) am 5.03.2009 um 21:44 Uhr (#)

    Bitte mach doch keine Werbung für das Nutzen dieser veralteten und absolut blödsinnigen Subdomain. Kein Mensch braucht diese Subdomain, du hast ja auch deine E-Mailadresse nicht info@mail.domain.de eingerichtet, weshalb dann dieses www?

    Klar, ungenutzt lassen sollte man diese Subdomain auf Grund von Unwissenheit nicht, aber dann doch bitte die Subdomain auf die Domain umleiten und nicht umgekehrt. Das klingt für mich genau so wie “Optimiert für den Internet Explorer 6″.

  • SEOux Indianer (Webseite) am 5.03.2009 um 21:58 Uhr (#)

    Die www. Subdomain ist nachwievor ultra wichtig. Der Vater meiner Freundin ist Geschäftsführer von 6 Filialen für ein Produkt in Deutschland und 2 Filialen im Ausland. So gesehen ein erfahrener Mann, der nicht ganz doof sein darf. Er gibt trotzdem Webseiten grundsätzlich mit www. ein und zwar in den Suchschlitz bei Google (Seine Startseite).

    Das .htaccess Rewriting auf forced http://www.xxxx.xx ist bei Seiten für die breite Masse sinnvoll, weil es Duplicate Content mindert und und die Leute nicht prellt, wenn man egal was man eintippt immer auf domain.biz/kategorie/seite-12.asp geschickt wird.

    Bei Technik-Seiten, kann man meiner Meinung nach gerne auf www verzichten ;)

  • Raphael (Webseite) am 5.03.2009 um 22:16 Uhr (#)

    Ich würde sagen, dass es dem einen so, dem anderen anders besser gefällt. Eine Präferenz habe ich persönlich nicht. Aber egal, wofür man sich entscheidet, mal sollte die andere Möglichkeit umleiten. Dass ich immer noch dieses “veraltete” www benutze ist eben genau denjenigen geschuldet, die meinen, ohne www wäre es kein Internet. Die will ich nämlich auch mitnehmen und die Nerds werden es verzeihen.

    Denn für den IE6 kontrolliere ich mein Design auch. Nicht so hart wie für valide Browser, aber doch so, dass die Siete benutztbar ist, auch im “alten” Web.

  • Tears (Webseite) am 5.03.2009 um 23:22 Uhr (#)

    Natürlich, die www-Subdomain “muss” umgeleitet werden, doch gerade bei einem SEO-Blog der eigentlich in erster Linie auf Technik-Erfahrene Besucher abzielt fände ich es sinnvoll auf diesen “Standard” zu verzichten. Mit dem “Aussehen” hat das eigentlich recht wenig zu tun, es ist einfach unnötig.

    Dass Firmenchefs usw. genau so auf dem Schlauch stehen wie viele andere Internet-Nutzer hat nichts zu bedeutet. Wenn man ihnen via htaccess auf fast allen Seiten das www. klaut, dann wird es sich vielleicht auch bei diesen Leuten in den Köpfen festsetzen. Permanent ist die Rede vom “Web 2.0″ – warum dann nicht mal damit anfangen auch veraltete Technik auszumustern statt nur die User den Content erstellen zu lassen?

    Man muss den Leuten ja nicht den Zugang zur Seite vermauern, aber ein dezenter Hinweis (durch Umleiten der Adresse) oder eine deutlich platziere Firefox-Werbung für IE6-User – das bricht keinem das Genick, würde aber für “Sauberkeit” sorgen.

  • Raphael (Webseite) am 5.03.2009 um 23:37 Uhr (#)

    Ich verstehe deine Vehemenz nicht wirklich. Unnötig ist von einem technischen Standpunkt vieles. Adressen beispielsweise. Nehmen wir doch einfach die Ip’s. Kommt man auch mit ans Ziel. Ist aber weder zu merken noch in irgendeiner Weise schöön. Es hat sich eben eingebürgert www zu benutzen, wie es sich auch eingebürgert hat ab 10 Uhr eben nicht mehr guten Morgen sondern guten Tag zu sagen, auch wenn 10 Uhr für mich immer Morgen ist und durch den andel sich diese Aufteilung obsolet gemacht hat. Aber ich würde von niemandem erwarten, dass er es deshalb nicht dennoch weiterhin so hält, ab 10 eben guten tag zu sagen. Auch wenn ich es natürlich auch ebenso erwarte, dass man mir nicht sagt, dass ich auch um 10.30 Uhr noch guten Morgen sage.

    So sehe ich das hier auch. Es hat sich eingebürgert, durch die technische Entwicklung ist es nicht mehr nötig, also kann sich jeder entscheiden und ich sehe keinen notwendigen Grund es abzuschaffen. Oder wird dadurch irgendetwas schlechter?

    Bei der Nutzung des IE6 wird vieles schlechter, weil er validen Code nicht richtig darstellen kann. Könnte er das, gäbe es keinen Grund jemanden dazu zu überreden den IE6 nicht mehr zu nutzen, wenn er den Schnickschnack der neueren Browser nicht benötigt.

    Den Schnickschnack des www braucht man nicht, wie 99% des Web 2.0 auch nicht, es zu nutzen halte ich aber ebensowenig für falsch.

  • Tears (Webseite) am 6.03.2009 um 01:50 Uhr (#)

    Adressen sind nicht unnötig, denn sie sind einfacher zu merken und sagen schon (meistens) durch die Adresse selbst etwas über den Inhalt der Seite aus.

    Das “www” ist allerdings im Grunde nur Tipp-Arbeit. Mit Vehemenz hat das hier übrigens nichts zu tun, ich dachte eigentlich nur, dass da “Diskutiere mit” oder etwas Vergleichbares auf dem Link stand…

    Dass die Subdomain jemals technisch nötig gewesen wäre ist mir allerdings neu. Klar kann sich jeder entscheiden ob er nun www. verwendet oder nicht, genau so gut könnte ich meine Seite auch auf xyz.domain.de packen – nur macht das keinen Sinn (außer man hostet mehrere einzelne Seiten bzw. getrennte Seitenbereiche). Aber gut, ich will niemanden bekehren, durchsetzen wird sich das wohl eh nie, ebenso wie vermutlich auch in fünf Jahren noch eine Menge Leute mit dem IE6 surfen werden.

  • SEOux Indianer (Webseite) am 6.03.2009 um 05:10 Uhr (#)

    Guten Morgen,

    ein prima Beispiel für absoluten www-Mist ist hakle.com. Die Klopapierfirma leitet eine Eingabe von hakle.com auf die englische Mutter-Gesellschaft weiter, ebenso bei hakle.de. Will man aber auf die deutsche Hakle-Seite, so MUSS man www. davortippen. Ich dachte schon, ich spinn, bis ich die Seite bei google gesucht und über den SERP-Link komischerweise doch erreichen konnte.

    Das finde ich missglückt und nicht Nutzerfreundlich. Hier werden internetaffine Menschen benachteiligt, weil sie auf die unnötige subdomain verzichten.

    Bei mir im Blog schlägt so gut wie kein IE6 mehr auf, aber eine Optimierung habe ich trotzdem für die gröbsten Aussetzer vorgenommen. Bei manchen meiner Projekte für die breite Masse ist der IE6 allerdings immerhin mit ca. 14% bis 20% der Gesamtnutzer vertreten und das zu wissen und zu beachten, finde ich sehr wichtig. Wenn im IE6 die Werbebanner am Rand nicht mehr sichtbar sind, weil sie aus dem Bild rutschen oder ans Seitenende floaten, dann gehen mir 20% der Klicks verloren. Und wenn so etwas mit einer Seitennavigation passiert, ist es für den Nutzer schlimm.

    SEO-Blogs sind zwar für Leute geschrieben, die mit Technik etwas mehr am Hut haben, aber auch Branchenfremde die einmal über diesen Bereich etwas wissen möchten oder gar eine Buchung unserer Dienste vorhaben, schauen vorbei. Oft aus dem Büro in der Firma, wo nicht immer die modernste Zugangssoftware installiert ist. Ich war schon in Firmen, wo die Computernutzer den Browser nicht verändern konnten, oder sich jede nach wieder MSN als Startseite eingestellt hatte. Aber auch von solchen Plätzen surfen zahlende Kunden auf unsere Seiten. Ich weiß aus Gesprächen, dass Leute immer noch glauben, dass Seiten die in Google gelistet sind, aber kein www. davorstehen haben, keine Webseiten sind. Also zumindest nichts vertrauenswürdiges. Das www. gehört immernoch dazu und das bleibt solange, bis Adressen auf Müslipackungen und in Fernsehspots nicht mehr mit der Subdomain gezeigt werden.

  • Raphael (Webseite) am 6.03.2009 um 16:30 Uhr (#)

    Tears, ich diskutiere auch gerne mit euch, versteh mich da bitte nicht falsch. Dir Vehemenz vorzuwerfen sollte dich nicht vom weiteren Diskutieren abhalten, sondern dich dazu bringen, mir näher zu bringen, inwiefern du dies unnütz findest und daraus dann jeglichen Nutzen (z.B. der Wiedererkennung mit dem Internet) abzuleiten. Das habe ich nämlich noch nicht verstanden. Denn deine Meinung sei dir nicht genommen, aber noch habe ich den Unterschied deiner Meinung zu dem ästhetischen Aspekt, dne ich eingeworfen hatte, noch nicht verstanden.

    Meine ästhetische Auffassung sagt mir, dass bei längeren URLs das www davor besser aussieht, bei kürzeren URLs würde ich immer die Variante ohne www nehmen. http://www.seo-watchblog sieht besser aus als ohne, aber http://www.webitus.cz sieht nicht so gut aus, wie webitus.cz. Aber das würde ich eben nicht verallgemeinern.

  • Macht das WWW noch Sinn? :: Seo Watchblog (Webseite) am 6.03.2009 um 16:45 Uhr (#)

    […] ihr könnt die Diskussion ja im gestrigen Beitrag htaccess-Editor nachlesen und bitte euch, hier Mal Stellung zu beziehen. Mit www oder ohne. Sinn oder Unsinn, […]

  • Tears (Webseite) am 6.03.2009 um 16:50 Uhr (#)

    Ok, nehmen wir mal ein etwas weit hergeholtes aber meiner Meinung nach passendes Beispiel: Warum steht nicht auf jedem Buch darauf, dass es ein Buch ist? Genau, man sieht es, man weiß es und man hat es zu wissen.

    Wir sind im 21ten Jahrhundert, Unmengen an Leuten kennen sich inzwischen schon marginal mit HTML aus, haben einen Blog oder eine Seite bei MySpace. Dass das www. gerade bei langen URLs schneidet doch eigentlich ins eigene Fleisch, die Tipparbeit wird erhöht. Schönheitssinn ist schön und gut, aber fraglich ist, wer das denn wahrnimmt von den Leuten, die URLs statt in die Adresszeile in die Google-Suchmaske eingeben.

    Du hast es allerdings schon angesprochen: Die Wiedererkennung mit dem Internet. Das Internet ist bei weitem mehr als das Ansurfen von Websites und wie oft habe ich schon erklären müssen, warum eine E-Mailadresse in der Adresszeile des Browsers keinen Sinn macht. Das würde dann auch für mein bereits erwähntes Beispiel mit info@mail.domain.de sprechen, aber eigentlich sagt jeweils sowohl das @ als auch das Protokoll http bzw. https aus, wofür die jeweilige Adresse bestimmt ist.

  • Ralph (Webseite) am 10.03.2009 um 21:51 Uhr (#)

    Danke für die sehr lebhafte Diskussion. Somit habe ich wieder etwas gelernt ;) Ralph